Schutz kritischer Infrastrukturen
Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium des Innern beim Schutz kritischer Infrastrukturen
Microsoft und Bundesministerium des Innern unterzeichnen Vereinbarung zum Schutz der Informationstechnologie von Betreibern kritischer Infrastrukturen
Das Bundesministerium des Innern, vertreten durch Bundesminister Otto Schily, und die Microsoft Corporation, vertreten durch CEO Steve Ballmer, haben heute in Berlin eine Vereinbarung zum Schutz der Informationstechnologie von Betreibern kritischer Infrastrukturen unterzeichnet. Damit trägt das Softwareunternehmen zur Verbesserung der Sicherheit von IT-Systemen in der Bundesrepublik Deutschland bei. Die Zusammenarbeit zwischen der Bundesregierung und Microsoft in den Bereichen Sicherheit, Interoperabilität und Offenheit von IT-Systemen wurde bereits vor einem Jahr mit einem Memorandum of Understanding bekräftigt und wird nun im Bereich "Schutz kritischer Infrastrukturen" konkretisiert.
"Microsoft hat erheblich in IT-Sicherheit investiert und räumt der Sicherheit der Produkte schon in der Entwicklung inzwischen einen hohen Stellenwert ein", erklärte Otto Schily.
Ziel dieser Vereinbarung ist es, die IT-Sicherheit in kritischen Infrastrukturen durch einen intensiven Austausch über Schutzmöglichkeiten und -mechanismen zwischen dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und Microsoft zu erhöhen.
"Die Sicherheit unserer Produkte hat für Microsoft oberste Priorität", so Steve Ballmer anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung. "Deutschland hat beim Thema IT-Sicherheit eine Vorreiterrolle in Europa. Insofern ist die Zusammenarbeit mit der Bundesregierung auch für uns überaus wertvoll. Die heute geschlossene Vereinbarung ist für Microsoft ein Meilenstein für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Regierungen in Europa und weltweit."
Die Bundesregierung und Microsoft führen bereits seit längerem einen intensiven Dialog in Fragen der Sicherheit, Interoperabilität und Offenheit von IT-Systemen und arbeiten in verschiedenen Projekten zusammen. So ist Microsoft Gründungsmitglied des Mittelstands-CERT "Mcert" und tauscht sich im regelmäßigen Dialog mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik in zahlreichen IT-Sicherheitsfragen aus, u.a. zum Thema Zertifizierungen nach internationalen Sicherheitsstandards wie Common Criteria.
Bundesinnenminister Schily und CEO Ballmer hoben bei ihrem Treffen in Berlin hervor, dass das Bundesinnenministerium und Microsoft in den vergangenen Monaten tiefer gehende Erkenntnisse zu Fragen der Interoperabilität und der Unterstützung offener Standards diskutiert haben. Microsoft CEO Ballmer erklärte, dass Microsoft insbesondere in folgenden Punkten auf die Bedürfnisse der öffentlichen Verwaltung eingeht:
So stellt Microsoft seinen Kunden und Anbietern eine kostenfreie Lizenz zur Nutzung der Office 2003 XML-File-Formate zur Verfügung, um einen herstellerübergreifenden Austausch von Daten zu ermöglichen.
Microsoft unterstützt auf Basis der .NET-Systemarchitektur den in Deutschland entwickelten OSCI-Protokollstandard, der Grundlage für rechtssichere Transaktionen im Rahmen von E-Government-Diensten ist.
Microsoft wird sich weiterhin im ständigen Austausch mit der Bundesregierung für die Erweiterung der Interoperabilität von Microsoft Produkten und für die Unterstützung offener Standards engagieren. So wird Microsoft u.a. - wie bisher - im Rahmen des SAGA Expertenkreises im BMI an der Weiterentwicklung von Standards für E-Government-Anwendungen (SAGA) mitwirken.
Microsoft und die Bundesregierung verbindet neben der intensiven Zusammenarbeit bei Fachthemen auch eine langjährige Kundenbeziehung. Im Januar 2004 vereinbarten das Bundesministerium des Innern und Microsoft die Verlängerung des bestehenden Lizenzrahmenvertrages für das Microsoft Select-Programm um weitere drei Jahre. Dies ermöglicht es Bund, Ländern und Kommunen, weiterhin besonders günstig Microsoft-Produkte zu erwerben. Grundsätzlich gelten auch künftig die bisherigen Konditionen. Darüber hinaus enthält der neue Vertrag in einigen Bereichen deutliche Verbesserungen für die öffentliche Verwaltung. Microsoft unterstreicht damit seine Zielsetzung, die Vertragsbeziehungen mit der öffentlichen Verwaltung stärker auf deren Anforderungen auszurichten. Quelle:Microsoft Deutschland 3.05.04

