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Schulabschluss

Erfolreich zum Schulabschluss

40 Prozent der Schüler haben mit "BUS" den Sprung ins Arbeitsleben geschafft

Das Ministerium für Schule, Jugend und Kinder und das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit teilen mit:

Nahezu 3.400 Schülerinnen und Schüler, deren Schulabschluss gefährdet erscheint, können im kommenden Schuljahr am Projekt Betrieb und Schule, kurz BUS teilnehmen. Die Zahl der Teilnehmer an dem Projekt wird damit noch einmal um 600 Jugendliche bzw. um 21 Prozent erhöht. Dies teilten Ute Schäfer, NRW-Mininisterin für Schule, Jugend und Kinder, und der NRW-Wirtschafts- und Arbeitsminister Harald Schartau heute in Düsseldorf mit. Die Schülerinnen und Schüler, die für BUS in Frage kommen, können jetzt von den Schulen landesweit ausgewählt werden.

BUS verbindet Lernen im Betrieb und in der Schule miteinander. Ziel ist es, Jugendlichen mit schwierigen Perspektiven im letzten Jahr der Vollzeitschulpflicht dadurch neue Motivation zu geben, dass ein Teil des Schulunterrichtes durch betriebliche Praxis ersetzt wird. Von den ersten beiden Jahrgängen, die an BUS teilgenommen haben, konnten über 40 Prozent anschließend in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden, der größte Teil davon in eine Ausbildung. „Diese erfreuliche Bilanz zeigt, dass wir mit dem Projekt auf einem sehr guten Weg sind", sagte Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer.

BUS gibt es seit dem Schuljahr 2001/02 und ist ein gemeinsames Projekt der NRW-Ministerien für Wirtschaft und Arbeit sowie Schule, Jugend und Kinder. Als Modellvorhaben gestartet, werden erstmals in diesem Jahr in allen Kreisen und kreisfreien Städten des Landes BUS-Lerngruppen angeboten. Insgesamt sind im kommenden Schuljahr 247 Lerngruppen mit etwa 3.400 BUS-Plätzen geplant. Es werden sich 163 Hauptschulen, 41 Gesamtschulen und 39 Sonderschulen beteiligen. Vier Schulen richten zwei BUS-Lerngruppen ein. Das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit fördert die Praktikumsplätze in den Betrieben und die Betreuung der Jugendlichen mit über 5 Millionen Euro. Das Schulministerium stellt 227 zusätzliche Lehrerstellen und 150.000 Euro an Sachmitteln bereit.

Bislang haben sich zwischen 132 und 235 Schulen pro Jahr mit insgesamt ca. 6.300 Schülerinnen und Schülern beteiligt. Die männlichen Schüler stellen mit 67 Prozent den größten Teil, 20 Prozent aller Jugendlichen in BUS-Gruppen besitzen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Unter zwei Prozent besuchten zuvor die Klasse 6, 21 Prozent die 7. Klasse, 45 Prozent die 8. Klasse und 32 Prozent die Klasse 9.

Auch das mit der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes beauftragte Institut für Schulentwicklungsforschung an der Universität Dortmund geht in seinem Abschlussbericht vom April 2004 von einem deutlichen Erfolg des Modellvorhabens aus. Während des zweijährigen Untersuchungszeitraumes haben vier Fünftel der Schülerinnen und Schüler der BUS-Lerngruppen die Maßnahme bis zum Abschluss durchgehalten. Diese Quote wird als Erfolg bewertet, denn es handelt sich vorwiegend um Jugendliche, die ansonsten vollständig aus dem Schulbereich und der Ausbildungswelt herausgefallen wären. Die Wissenschaftler stellen fest, dass die Förderpraktika denjenigen Jugendlichen helfen, die ansonsten kaum Chancen hätten, einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle zu bekommen. Sie empfehlen, die Förderpraktika der BUS-Maßnahme als Regeleinrichtung an jenen Hauptschulen und Gesamtschulen einzuführen, an denen ein großer Anteil der Schülerschaft mit Blick auf den Schulabschluss als gefährdet einzuordnen ist.  Quelle:1.7.04 Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen


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