Offene Ganztagsschulen
Ministerpräsidentin Simonis für den Ausbau von Offenen Ganztagsschulen
Ministerpräsidentin Heide Simonis hat heute (30. August) dafür plädiert, ein Netz von Betreuungsangeboten und Ganztagsschulen in Schleswig-Holstein aufzubauen. "Unsere Gesellschaft muss familienfreundlicher werden. Deshalb unternehmen wir alle Anstrengungen, um die Bildung und Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen zu verbessern", sagte die Ministerpräsidentin zur Eröffnung der Messe "Offene Ganztagsschulen" in der Holstenhalle Neumünster.
Die Regierungschefin machte deutlich, dass die schleswig-holsteinische Bildungslandschaft schon in Bewegung ist. 200 von 600 Grundschulen sind bereits Verlässliche Grundschulen, also Schulen mit verlässlichen Schulzeiten und mehr Unterrichtsstunden. An über 400 Grundschulen gibt es ergänzende Betreuungsangebote; die Zahl der Schulen mit Ganztagsangeboten oder Ganztagsbetrieb liegt bei fast 200. "Das kann sich sehen lassen, reicht uns aber noch nicht", so Simonis.
"Ganztagsschulen sind ein Beitrag zur Familienfreundlichkeit, weil sie es schaffen, Familie und Berufstätigkeit zu vereinbaren", sagte die Ministerpräsidentin. Ganztagsschulen würden aber auch Möglichkeiten bieten, Schülerinnen und Schüler intensiv zu fördern und zu unterstützen. Sie begrüße es deshalb, dass sich immer mehr Schulen und Schulträger zur Einrichtung einer Offenen Ganztagsschule entschließen.
Die Stärke der Offenen Ganztagsschulen in Schleswig-Holstein liege in ihrer Flexibilität, sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave: "Keine Ganztagsschule ist wie die andere. Jede spiegelt das wieder, was vor Ort erwünscht und möglich ist. Und jede wandelt sich mit den Veränderungen vor Ort". Die große Zustimmung, die das schleswig-holsteinische Konzept erhalte, zeige, dass eine offene und zeitgemäße Schule geschaffen werde, die auf vielen Schultern stehe. "Unsere Schulen definieren sich neu", so Erdsiek-Rave, "sie werden zu Häusern des Lebens und Lernens, in denen zugleich ein neuer Gemeinschaftsgeist entsteht, in denen Klassen und Jahrgangsverbände und hoffentlich auch Schularten-Bindungen überwunden werden". Die Ministerin forderte die Schulen, Schulträger und Kooperationspartner der Ganztagsschulen dazu auf, zusammenzuarbeiten und Netzwerke zu bilden, damit Erfahrungen weitergegeben werden. Offene Ganztagschulen und solche, die es noch werden wollen, würden davon profitieren.
Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein - 30.08.2004

