Erdsiek-Rave zu PISA-Ergebnisse
Erdsiek-Rave zu den Pressemeldungen über PISA-Ergebnisse
Zu den Pressemeldungen über PISA-Ergebnisse hat Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (22. November) in Kiel erklärt:
"Noch werden Agentur- und Pressemeldungen diskutiert, die bisher noch nicht offiziell bestätigt wurden. Die offizielle Vorstellung der PISA-Ergebnisse findet am 7. Dezember statt. Sollten sich die Meldungen bestätigen, dann entspricht das unseren Erwartungen. Veränderungen im Bildungswesen brauchen Zeit - zwischen den Ergebnissen von PISA I und den Erhebungen von PISA II lagen knapp eineinhalb Jahre. Schule reagiert nicht auf Knopfdruck. Aber sie ist in Bewegung und das macht sich offensichtlich auch in tendenziellen Verbesserungen bemerkbar.
Das wiederum bestätigt: Unser Kurs ist richtig. Die Kultusministerkonferenz hat Standards verabschiedet. Schleswig-Holstein hat darüber hinaus seit Dezember 2001 und Juli 2002, also seit der Veröffentlichung von PISA-I und PISA-E kurz- und mittelfristig mit seinem Konzept des Forderns richtig reagiert. Wir fangen mit dem Fordern und Fördern in den Kitas an. Dazu haben wir Leitlinien zum Bildungsauftrag eingeführt. Wir haben in Schleswig-Holstein ein vorbildliches integratives Sprachförderkonzept. Wir haben die Verlässliche Grundschule eingeführt. Und wir stärken in Schleswig-Holstein den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht durch verschiedene innovative Projekte wie zum Beispiel SINUS. Mit der Initiative 'Jede Stunde zählt' kämpfen wir erfolgreich gegen Unterrichtsausfall. In unserem Land gibt es Lernpläne für schwache und starke Schüler. Wir verfügen als erstes Bundesland über eine Externe Evaluation im Team, den so genannten Schul-TÜV. Schleswig-Holstein hat ein abgestimmtes Handlungskonzept zur Stärkung der Hauptschulen. Wir haben die Hochbegabtenförderung erweitert, und wir reformieren schrittweise die Lehrerbildung, den Vorbereitungsdienst haben wir bereits in die schulische Praxis verlagert. Fast jede fünfte Schule in Schleswig-Holstein bietet bereits ganztägige Angebote an.
Und: wir sparen nicht bei der Bildung. Wir investieren in Qualität und in Quantität. Jede freiwerdende Lehrerstelle wird neu besetzt. Zusätzlich werden jedes Schuljahr 200 neue Stellen geschaffen.
Den erschreckenden Zusammenhang zwischen sozialem Hintergrund und Bildungsweg aufzubrechen, das ist die Aufgabe, vor der wir jetzt stehen. Wer jetzt noch - wie die CDU - auf Verschärfung der Auslese setzt, ist rückwärtsgewandt und blind für dieses Kardinalproblem des deutschen Bildungssystems. Wir haben uns in Schleswig-Holstein entschieden für den Weg des längeren gemeinsamen Lernens mit dem langfristigen Ziel der Gemeinschaftsschule bis zum Ende der Sekundarstufe. Wir werden diesen Weg konsequent und schrittweise gehen." Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein - 22.11.2004
PISA - Ergebnisse
PISA - Ergebnisse erst im Dezember
Die Veröffentlichung der PISA -Ergebnisse ist international für den 07. Dezember vorgesehen. Aus diesem Grunde ist es in Mecklenburg-Vorpommern auch nicht möglich, Daten zu kommentieren, die uns für eine Bewertung noch gar nicht zugänglich sind.
"Aus heutiger Sicht ist jedoch nicht zu erwarten, dass die begonnenen Strukturveränderungen bereits im neuen PISA -Test ihren Niederschlag finden.", sagte Bildungsminister Hans-Robert Metelmann.
Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird eine umfangreiche Auswertung vorgenommen, die den Schulen ganz konkrete Hinweise auf ihre Arbeitsweise geben. Nur eine sachliche und kompetente Diskussion kann helfen, die Studie in ihrer Komplexität zu verstehen und für jede einzelne Schule nutzbar zu machen.
Quelle: Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern - 22.11.2004Wo studieren die Besten?
Spiegelranking „Wo studieren die Besten?“
Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel: Beleg für gezielte Förderung der Lehre und Profilbildung der bayerischen Universitäten
Als „Beleg für die erfolgreiche Profilbildung der bayerischen Universitäten in der Lehre“ hat Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel das am Montag veröffentlichte Ranking des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ bezeichnet. Der Spiegel untersuchte mit einer umfangreichen Online-Umfrage Werdegang und Fähigkeiten der deutschen Studierenden nach Kriterien wie Abitur-, Universitäts- und Examensnoten, Studiendauer und Alter, Stipendien, Preise und Veröffentlichungen, Sprachkenntnisse, Auslandserfahrung und Engagement außerhalb der Universität. Bei der Gesamtwertung liegen die Technische Universität München auf Platz 1, die Universität München auf Platz 4, die Universitäten Augsburg, Würzburg und Regensburg auf den Plätzen 10, 12 und 16. Als besonders erfreulich wertete Goppel, dass bei den Einzelwertungen nach Fächern gerade auch die „kleineren bayerischen Universitäten“ im bundesweiten Vergleich Spitzenplätze erzielen konnten. So belegt die Universität Bayreuth im Fach Biologie Platz 1. Die Universität Bamberg liegt bei der Germanistik auf Platz 1 und bei der Soziologie und Psychologie auf Platz 2; die Universität Passau kann sich in den Fächern Politologie und Jura jeweils auf Platz 2 platzieren. Goppel betonte, dass das Ergebnis der Rankings nicht nur ein „Kompliment für die bayerischen Studentinnen und Studenten sondern auch für ihre Professoren ist.“ Zudem zeige die Untersuchung, dass Bayern mit seinem Kurs, das Recht der Hochschulen zur Auswahl ihrer Studenten zu stärken, richtig liegt. Bayern setzt sich seit Jahren dafür ein, dass den Hochschulen das Recht eingeräumt wird, einen großen Anteil der Studienplätze in zulassungsbeschränkten Studiengängen selbst zu vergeben. Zudem hat Bayern als erstes Land in der Bundesrepublik die Eigenverantwortung der Hochschulen bei der Auswahl der Studierenden mit der Möglichkeit gestärkt, sog. „Eignungsfeststellungsverfahren“ einzuführen.Quelle:22.11.2004 Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Neues Max-Planck-Institut
Grünes Licht für die Gründung des neuen Max-Planck-Instituts in Kaiserslautern - Wissenschaftsminister Zöllner: Krönung der konsequenten Aufbauarbeit
Dem Aufbau eines neuen Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme an den Standorten Kaiserslautern und Saarbrücken steht nun nichts mehr im Wege. Nachdem bereits am Montag dieser Woche die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung den Regierungschefs von Bund und Ländern die Zustimmung zur Gründung des Instituts empfohlen hatte, fasste der Senat der Max-Planck-Gesellschaft bei seiner heutigen Sitzung in München den notwendigen Gründungsbeschluss. „Mit der Gründung dieses Instituts wird Rheinland-Pfalz endgültig zu einem Zentrum der Informations- und Kommunikationstechnologie in Deutschland“, würdigte Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, das Votum der Bund-Länder-Kommission und des Senats.
Das neue Max-Planck-Institut soll die wissenschaftlichen Grundlagen für die Erstellung und Weiterentwicklung komplexer Softwaresysteme und softwareintensiver Anwendungssysteme erforschen. Typische und wichtige Nutzungsfelder sind beispielsweise Betriebssysteme, vernetzte Systeme im Automobil- und Flugzeugbau sowie Softwaresysteme für unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse.
„Die Gründung dieses Instituts ist die Krönung der konsequenten Aufbauarbeit des Landes in der Region in den vergangenen zwölf Jahren“, sagte Zöllner. Mit dem neuen Max-Planck-Institut werde es möglich, hoch qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen und herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Kaiserslautern zu gewinnen. „Das hat ohne jeden Zweifel eine enorme Strahlkraft für die gesamte Region“, meinte der Wissenschaftsminister.
Das neue Max-Planck-Institut sieht im Endausbau fünf Abteilungen und mindestens zwei selbstständige Nachwuchsgruppen vor und soll in Form zweier wissenschaftlich gleichwertiger Teilinstitute an den Standorten Kaiserslautern (zwei Abteilungen) und Saarbrücken (drei Abteilungen) gegründet werden. Mit den dort vorhandenen universitären und außerhochschulischen Forschungspotenzialen besteht nach Einschätzung der Max-Planck-Gesellschaft bereits jetzt ein vorzügliches Forschungscluster, das durch die Errichtung des neuen Instituts für Softwaresysteme zu einem weltweit führenden Informatikzentrum ausgebaut werden kann. Der Betriebshaushalt wird im Endausbau in einer Größenordnung von zirka zehn Millionen Euro pro Jahr liegen
Quelle:Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung Forschung und Kultur des Landes Rheinland Pfalz vom 19.11.2004
Masterurkunden - Fachhochschule
Europaminister Karl Rauber überreichte Masterurkunden – „Wichtige Wegmarke für Absolventen und für Fachhochschule“
Im Rahmen einer Feierstunde überreichte der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, Karl Rauber, am heutigen Freitag (19.11.04) um 19.00 Uhr in der Staatskanzlei an 12 Absolventen des Studienganges „Europäisches Verwaltungsmanagement“ Masterurkunden.
In seiner Ansprache gratulierte Minister Karl Rauber den erfolgreichen Absolventen, die als erste die Qualifikation des neu eingerichteten Studienganges „Europäisches Verwaltungsmanagement“ an der Fachhochschule für Verwaltung erreicht haben. Dieser Studiengang, der als Zusatzqualifizierung angeboten wird, umfasst vier Semester Fernstudium mit Präsenzphasen an der Saarbrücker Fachhochschule für Verwaltung. Der neue Studiengang wurde in Kooperation mit der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege Berlin und mit der technischen Fachhochschule Wildau eingerichtet. Das Studienzentrum Saarbrücken ist für Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Luxemburg, das Elsaß und Lothringen zuständig. Der Lehrkörper, der aus 4 Nationen besteht, garantiert eine umfassende internationale Ausrichtung des Studienganges, der die Europakompetenz der Studierenden auf der Verwaltungsebene stärken will. Dabei geht es unter anderem um europäische Integration, europäisches Recht, Staat, Verwaltung und!
Bürger im europäischen Vergleich, interkulturelle Zusammenarbeit und vieles mehr. Zu Beginn des Studiums im Herbst 2002 hatten sich 21 Studenten angemeldet, von denen jetzt 12 die Masterurkunden erhalten haben.
Karl Rauber betonte in seiner Ansprache, dass sich der Initiativgeist und die Innovationsbereitschaft der kooperierenden Partner ausgezahlt hat. Minister Rauber: „Der Masterstudiengang „Europäisches Verwaltungsmanagement" ist ein herausragendes Beispiel einer innovativen Bildungspolitik.“ Gerade für das Saarland mit seinen europäischen Nachbarn Frankreich und Luxemburg sei es wichtig, wegweisende Maßstäbe in einem Bildungswesen, das mehr und mehr europäisch ausgerichtet sein wird, zu setzen. Quelle 19.11.2004 Ministerpräsident und Staatskanzlei Saarland
Türöffner zur Berufsausbildung
Türöffner zur Berufsausbildung
Berufskollegs und Betriebe erproben neue Wege in der Förderung von Jugendlichen
Das Ministerium für Schule, Jugend und Kinder in NRW teilt mit:
Mit dem Projekt "Schulische Berufsvorbereitung durch Dualisierung" erproben 14 Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen seit einem Jahr neue Angebote für Jugendliche, denen nach Verlassen der Sekundarstufe I der Übergang in eine Ausbildung und Beschäftigung noch nicht gelingt. Auch vor dem Hintergrund der schwierigen Lage auf dem Ausbildungsmarkt richtet sich das Projekt an Jugendliche, die in der Regel über keinen oder einen schwachen Abschluss nach der Jahrgangsstufe 9 verfügen. Durch praxisorientiertes Heranführen an eine berufliche Ausbildung soll die Ausbildungs- und Berufsperspektive verbessert werden. Das NRW-Projekt ist Teil des bundesweiten Programms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung "Kompetenzen fördern - Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf" (BQF).
Rund 250 Jugendliche pro Jahrgang besuchen dabei in NRW einen einjährigen vollzeitschulischen Bildungsgang: Der Unterricht im Berufskolleg findet an zwei Wochentagen statt. An den übrigen Wochentagen befinden sich die Schülerinnen und Schüler als Praktikanten in einem Betrieb. Die rund 60 beteiligten Lehrerinnen und Lehrer begleiten die Jugendlichen während der betrieblichen Praxis und helfen ihnen auch bei der Suche nach betrieblichen Praktikumsplätzen. Das Projekt "Schulische Berufsvorbereitung durch Dualisierung" wurde aus erprobten Praxismodellen, wie dem 1997 gestarteten KOMBI-Modell an Berufskollegs entwickelt. Ministerin Ute Schäfer: "Gerade die Verbindung von Lernen in einem Betrieb und Lernen in der Schule gibt den Jugendlichen neue Motivation und verbessert so ihre Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt." Das Projekt führt Jugendliche an betriebliche Arbeitsabläufe heran. Mit der Erprobung von so genannten Qualifizierungsbausteinen, die aus anerkannten Ausbildungsberufen entwickelt werden, finden - stärker noch als bisher - Inhalte dieser Ausbildungsberufe Eingang in die Berufsvorbereitung.
Das Projekt "Schulische Berufsvorbereitung durch Dualisierung", dessen Beteiligte heute in Köln über Erfahrungen aus dem ersten Projektjahr diskutieren, komplettiert eine Reihe von Maßnahmen, die sich an Jugendliche mit schwierigen Perspektiven wenden. So werden zum Beispiel im Projekt "Betrieb und Schule" (BUS) derzeit rund 3400 Jugendliche an allgemein bildenden Schulen in NRW gefördert, die geringe Vermittlungschancen in einen Ausbildungsplatz haben, weil der Schulabschluss gefährdet ist. Auch hier hat sich die Verknüpfung von Theorie in der Schule und praktischem Lernen im Betrieb als motivationsfördernd erwiesen. Mehr als 40 Prozent der Jugendlichen konnten anschließend in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.
Quelle:13.10.04 Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen

